Kennen Sie Chade-Meng Tan? Oder vielleicht sein Buch Search Inside Yourself?
Meng ist ein ganz besonderer Google Mitarbeiter. Eingestellt wurde er als Software Engineer. Im Laufe der Zeit sammelte Meng Selfies mit diversen berühmten Gästen bei Google. Seine Fotogalerie ist in der Google Zentrale am Empfang zu sehen. Auf ALLEN Bildern strahlt Meng als hätte er täglich Weihnachten und Geburtstag zusammen. Ein besonders glücklicher und zufriedener Mitarbeiter bei Google. Und so wurde Meng zum „Jolly Good Fellow“. Er steckte Kollegen schnell mit seiner guten Laune an, interessierte sich in seiner Freizeit für Meditation, Buddhismus.
Da Google Mitarbeitern 20% freie Projektzeit zur Verfügung stellt, hat Meng für seine Kollegen einen Mindfulness Kurs, basierend auf Meditationsübungen, entwickelt. Schnell waren diverse Kollegen in den USA überzeugt. Mindfulness zog in die amerikanischen Büros.
Bei Google ist man “always on” – zum einen eine neue Freiheit durch die Digitalisierung, zum anderen eines der Hauptprobleme der Kollegen: abschalten fast unmöglich.
Handy, Laptop, Videokonferenzen. Dazu voll gestopfte Highways zum Silicon Valley. Wenn man in San Francisco lebt, verbringt man zusätzlich 2-3 Stunden im Company Bus – natürlich mit Highspeed WLan. Nerds, die im Netz zu Hause und überzeugt von der Company Mission “to make the world’s information accessible” sind. Sie haben alle Schwierigkeiten offline zu gehen und dem Kopf Zeit zum Durchlüften zu geben.
Genau deshalb kam diese radikale  Gegenbewegung im Unternehmen genau richtig: ausstöpseln, zuklappen, Off-Button drücken, runter fahren, Gedanken vorbeiziehen lassen und Stille einkehren lassen.
Search Inside Yourself war geboren.
Meng, der Jolly Good Fellow, wurde zur Legende. Seinen Job als Engineer hat er abgegeben und im Bereich “People Development” in den letzten Jahren gearbeitet.
Seine offizielle Aufgabenbeschreibung als “Jolly Good Fellow”? “Enlighten minds, open hearts, create worldpeace”.
Meng hat heute bekannt gegeben, dass er Google verlässt. Was hat er vor? Er braucht mehr Zeit für seine Meditation, es sind momentan 3 Stunden pro Tag und er will noch besser darin werden. Wow.
Und zum anderen möchte er bessere Bedingungen für Weltfrieden schaffen. Und genau das macht er. Er ist z.B. Initiator und Unterstützer verschiedener sozialer Initiativen. Unter anderem ist er Vorstandsmitglied von “One Billion Acts of Peace”, diese Kampagne wurde 7fach für den Friedensnobel Preis nominiert.
Meng ist zu was ganz Großem bestimmt. Und er ist das allerbeste Beispiel, das jeder ein Stückchen weit die Welt verbessern kann.
Ich wünsche ihm viel Erfolg und immer ordentlich Rückenwind auf seiner weiteren Reise.

 

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