Klassische Vorgehensweise:
Normalerweise überzeugt eine Person aus der Personalabteilung den Geschäftsführer in eine Mitarbeiterbefragung zu investieren. Wenn dann Daten und Feedback der Mitarbeiter eingeholt wurden, analysiert die Führungsriege im Management Team das Material. Oder vielleicht auch so: 2-3 Führungskräfte bilden eine Arbeitsgruppe und erarbeiten Maßnahmen für das ganze Unternehmen. Von ganz oben wird dann entschieden, dass es Zeit ist für einen Tischkicker, Obstkörbe und Entspannungsräume.
Aber hier kommt das Hauptproblem: Die Rückmeldungen in einer Befragung variieren stark, da die Ergebnisse zu fast 70% von dem jeweiligen Manager abhängig sind. In anderen Worten: die Zusammenarbeit und das Führungsverhalten des Vorgesetzten hat einen entscheidenden Einfluss auf die Stimmung im jeweiligen Team, bei jeder einzelnen Person. Vorzeige-Chefs treiben natürlich die Ergebnisse voran.
Also alle Maßnahmen, die top-down, also in dem Führungsteam beschlossen werden, erzielen keine Veränderungen, so lange gewisse Vorgesetzte weiterhin Optimierungsbedarf in ihrem Führungsverhalten haben.
Die bessere Richtung Ihrer Strategie-Entwicklung zur Erhöhung Ihrer Mitarbeiterzufriedenheit ist „bottom – up“: Lassen Sie die Basis entscheiden, was Ihr Unternehmen benötigt:
  1. Wenn Sie etwas ändern möchten, müssen Sie natürlich erstmal den IST-Zustand messen. Ganz klar. Also um die Mitarbeiterbefragung kommen Sie nicht herum.
  2. Sorgen Sie dafür, dass jeder einzelne Manager separate Ergebnisse seines Teams erhält. So können Sie deutlich sehen, wie die Einzelleistung des Managers das Gesamtergebnis der ganzen Belegschaft beeinflusst.
  3. Hier der wichtigste Punkt: Jeder Manager sollte seine Team-Ergebnisse mit seinen Kollegen einzeln besprechen. Dies ist kein Meeting wo abgerechnet wird. Nein. Hier ist die Gelegenheit als Team gemeinsam zu wachsen. Bestellen Sie Pizza, gehen Sie an einen ungewöhnlichen Ort. Gestalten Sie dieses Meeting informell. Der Manager ist der Moderator – nicht der Problemlöser. Diskutieren Sie gemeinsam: in welchen Bereichen waren wir als Team sehr gut? Welche Bereiche haben Optimierungsbedarf? Was wollen wir erreichen? Was muss sich ändern, damit alle zufrieden sind?
Die Mitarbeiter, die an der Front arbeiten, die Basis Ihres Unternehmens, haben diese Befragung beantwortet. Diese Personen sind die Experten. Also können diese Schlüsselfiguren des Unternehmens auch am besten beurteilen, was die Zusammenarbeit voran treiben kann. Ansätze und Ideen aus der Führungsebene sind gut, aber beziehen Sie immer alle Mitarbeiter ein.

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